Wir verlassen die Idylle zeitig und lassen uns direkt auf den
grossen Parkplatz vom Astrid Lindgren Land navigieren. Nehmen Sack und Pack mit
und zahlen einen happigen Eintritt für die Grossen; Nino ist noch gratis. Dieser
wird übrigens noch «beschriftet». Eine coole Idee diese Armbänder, auf die man
den Namen den Kindes und die Telefonnummer der Eltern schreiben kann.
Wir starten also unsere Tour durch das Geschichte-Land und sind
beeindruckt von all den schwedischen Familien, die mit Kühlbox und
Picknickdecke ausgerüstet, und mindestens drei Kindern im Schlepptau
Bollerwagen mehrere Tage zu bleiben scheinen. Der Weg führt nach
Miniatur-Vimmerby. Nach den ersten paar scheuen Blicken in die Fensterchen,
bringen wir Nino Stunden Minuten später fast nicht mehr weg. Dabei gibt
es so viel zu sehen hier: alle Hauptorte der Lindgren-Bücher sind wirklich
schön nachgebaut, immer wieder spielen Schauspieler kurze Sequenzen vor und
alle paar hundert Meter stehen schmucke Verpflegungs-Häuschen, die Waffeln,
Schleckzeug oder Kaffee und Kuchen anbieten. Es hat Tiere und viele
Abenteuerspielplätze; wir haben das Land viel «freizeitparkmässiger» erwartet.
Sogar der obligate Mini-Zug durch alle «Länder» fehlt hier. Am späteren
Nachmittag entscheiden wir, den nächsten Campingplatz zu suchen. Nino schläft –
kaum im Auto – ein, so kam er doch den ganzen Nami nicht dazu zu schlafen, er
hätte ganz bestimmt den Michel oder die Pippi verpasst! Das gibt uns Zeit,
einen schönen Platz zu suchen. Smaland gefällt uns und wir würden gerne mal wieder
zwei Nächte an einem Ort bleiben. Etwa eine halbe Stunde nach Vimmerby finden
wir in Mariannelund Spilhammars Camping, auf einer Waldlichtung neben einem
kleinen See mit romantischem Bachzufluss. Perfekt! Wir parken Johnny am
Waldrand neben Wohnwagen und Zelten. Hey, hier hat es ja keine Dauercamper!
Dafür Berner, direkt hinter uns. Die ersten Schweizer seit wir unterwegs sind.
Schnell lernen wir unsere Nachbarn auf Zeit kennen, auch die deutsche Familie
nebenan. Wir geniessen es, uns mit anderen Skandinavien-Reisenden auszutauschen
und Nino kann wiedermal mit anderen Kindern spielen.

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